1       Ganz spontan – gab es bei der Durchführung des Rollenspiels ein ‘Aha-Erlebnis’?

Mir ist bei der Durchführung des Rollenspiels besonders aufgefallen, das auch wenn die Konflikte und Meinungen der Konfliktparteien verfestigt scheinen, es immer Lösungswege gibt diese zu klären. Häufig hilft es auch nur die erlebte Situation des anderen in Ruhe zu hören , damit man Handlungen des anderen nachvollziehen kann.

Außerdem ist mir aufgefallen, dass wenn der Mediator selbst nicht wirklich ein vorbereitetes Konzept hat, die Mediation nur schwierig durchzuführen ist. Ein Mediator sollte sich unbedingt den Schritten bewusst sein, die er mit den Parteien „abarbeiten“ will.


2.   Was haben Sie in der Rolle der Mediatorin/Dozentin gut gemacht? Aufgrund dieser Erfahrung – auf was werden Sie bei der Vorbereitung eines Konfliktgesprächs in Zukunft besonders achten?

Ich konnte die Parteien gut „abholen“ und sich ihre Situation schildern lassen. Zusätzlich konnte ich es im Laufe der Mediation erreichen, dass die Konfliktparteien zumindest versucht haben die Meinungen des anderen zu verstehen. Mir ist dabei aufgefallen, dass dies zumindest ein wenig Ruhe in den Konflik bringen kann. 

Gerade auf die vorbereitende Planung ist bei einer Mediation zu achten. Da ich mich zeitlich nicht vollkommen auf die Mediation vorbereiten konnte, viel es mir schwer die Abfolge einzuhalten. Während der Mediation musste ich eine kleine Pause machen und nochmal darüber nachdenken, was ich als nächstes machen soll. In einem echten Mediationsfall sollte dies eher nicht vorkommen um wertvolle Zeit zu sparen.  


Können Sie die Situation aus dem Rollenspiel auf einen eigenen erlebten Konflikt übertragen? Falls ja – was würden Sie in dieser Situation heute anders machen?

Ich kann den Konflikt auf eine Situation übertragen, in welcher es um ein Missverständnis bezüglich der Zeitplanung kam und auch wie im Beispiel Erwartungen nicht deutlich ausgedrückt wurden. Dieser Konflikt hatte zwar nichts mit der Notenvergabe zu tun, aber basierte auf einem ähnlichen "Konfliktaufbau".  In diesem Fall wurde im Vorhinein mangelnd miteinander kommuniziert und die Erwartungen zu eben diesem Zeitplan wurden nicht ausgesprochen. Der Konflikt baute sich zwar aus, konnte aber in einem klärenden Gespräch gelöst werden.

Ich würde beim nächsten Mal die Erwartungen und Vorstellungen klarer und vorher deutlich absprechen. Indem die Erwartungen angesprochen werden, können Missverständnisse besser aus dem Weg gegangen werden.

Kommentare

  1. Lieber Josua, vielen Dank für Deine Überlegungen. Klar - der Ablauf muss tief verankert sein, bevor man eine Mediation durchführen kann. In der realen Welt hättest Du ja auch sehr viel Zeit, um Dich vorzubereiten. Und ich finde, dass auch eine Pause sehr hilfreich sein kann. Schliesslich kann eine Mediation mehrere Stunden dauern. Da braucht es zwischendurch auch eine Pause, die für alle Beteiligten hilfreich sein kann. Auch die Parteien haben so Zeit, das Gesagte ohne Stress zu reflektieren. Schön, dass Du bereits eigene Konflikte reflektieren kannst!
    LG, Petra

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  3. Lieber Josua

    Ich denke, wir hatten alle in etwa die gleichen Probleme bei der Durchführung als Mediator. Umso besser, sind wir uns alle bewusst, dass eine gute Vorbereitung das A und O eines guten Mediators ist. Ich fand du hattest es sehr gut gemacht, vor allem das direkte ansprechen, Blickkontakt und das Paraphrasieren der einzelnen Parteien. Alle anderen wichtigen Dinge sind gewiss Übungssache und das wird sich mit der Zeit sicher ebenfalls einprägen. 

    Herzlichst
    Andrea

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  4. Hoi Josua,

    Die Pausen, die du während der Mediation jeweils kurz abgehalten hast, empfand ich nicht als störend. Wie auch bereits Petra geschrieben hat, finde ich, dass solche Pausen durchaus auch Platz haben dürfen in einer Mediation. Vielleicht könnte man diese jeweils verbinden mit einer Zusammenfassung aller Positionen, bzw. Interessen.

    Ich bin gespannt auf das Rollenspiel kommende Woche, für welches wir dann alle hoffentlich etwas besser vorbereitet sind.

    Grüsse,
    Tanja

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  5. Lieber Josua

    Ich stimme dir und auch Andreas Kommentar zu. Die Vorbereitung ist sehr essentiell bei einer Mediation.
    Es ist spannend, dass du zwar keinen Konflikt bezüglich der Noten hattest, aber bezüglich dem Zeitmanagement und den Erwartungen. Ich denke diese beiden Themen sind die häufigsten Konflikte in Gruppenarbeiten. Aber wie du schon erwähnt hast, lassen sich solche Konflikte oft mit einem Gespräch regeln. Mann muss nur den Mut haben, das Problem anzusprechen.

    Liebe Grüsse
    Tamara

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  6. Lieber Josua

    Ich stimme absolut mit dir überein, was die Vorbereitung angeht. Jedoch ist es in einer realen Situation ja zum Glück so, dass man sich genügend Zeit dazu nehmen kann. Ich kann mir gut vorstellen, dass du dann ein sehr guter Mediator wärst.
    Deine "Pausen" fand ich nicht störend. Ich denke, dies hat auch den einzelnen Parteien Zeit gegeben, nochmals über gesagtes und gehörtes nachzudenken und hat so auch seinen Beitrag zur Entspannung der Situation geleistet.

    Liebe Grüsse
    Carmen

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